ForschungPrüfungTransferZertifizierung
 

Das im Mai 2017 eröffnete "Zentrum für Textilen Leichtbau" bündelt die Kompetenzen des STFI im Bereich Faserverbundwerkstoffe in einer neuen 1500 qm großen Technikumshalle.

Folgende Verfahren zur Verarbeitung von Carbonfaserabfällen zu Vliesstoffen stehen im semi-industriellen Maßstab zur Verfügung:

 

  • Schneid- und Reißverfahren zur Überführung von trockenen textilen Abfällen aus Hochleistungswerkstoffen unterschiedlicher Aufmachung, insbesondere aus Carbon, in eine für die textile Weiterverarbeitung geeignete Faserform
  • Kardierverfahren zur Verarbeitung von Hochleistungsfasern zu mechanisch verfestigten Vliesstoffen, technisch umgesetzt mittels Walzenkrempel, Querleger, Nadelmaschine und/oder Nähwirkmaschine (Arbeitsbreite 100 cm)
  • Wirrvliesverfahren zur Verarbeitung von Hochleistungsfasern zu mechanisch verfestigten Vliesstoffen mittels Airlay-Wirrvlieskarde, Nadelmaschine und/oder Nähwirkmaschine (Arbeitsbreite 100 cm)

Einen weiteren Schwerpunkt zur Erzeugung unidirektionaler Strukturen aus rezyklierten Carbonfasern (rCF) bilden die Entwicklungsarbeiten zur Herstellung von band- und/oder fadenförmigen Strukturen aus Carbonfasern.

Zusätzlich zur Herstellung textiler Halbzeuge ist die Fertigung von Prüfkörpern und Bauteilen in Form thermoplastischer oder duroplastischer Faserverbundkunststoffen in folgenden Technologieschritten möglich:

 

  • Handlaminieren
  • Pressen
  • Resin Transfer Molding (RTM)
  • Vakuum Infusion (VAP® Lizenz)
  • High Pressure Resin Transfer Molding (HP-RTM)

Komplettiert wird das "Zentrum für Textilen Leichtbau" durch ein integriertes Prüflabor, das auf die speziellen Belange der textilen Leichtbaustrukturen ausgelegt ist. So können akkreditierte Prüfungen an den Hochleistungsfasern, textilen Halbzeugen sowie Faserverbundkunststoffen direkt vor Ort durchgeführt werden.

Fotos: STFI/Ines Escherich

 
LINKS     © 2017 stfi e.v. chemnitz