Weiterentwickeltes Elektronenstrahlverfahren
zum Entschlichten textiler Warenbahnen
Das Entschlichten von textilen Verstärkungsstrukturen, z. B. aus Carbonfasern, ist notwendig, um störende Schlichten auf den Fasern zu entfernen und die Faser-Matrix-Bindung zu verbessern. Auch bei der Lagerung von Carbontextilien über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren kann die Schlichte altern, so dass die ursprüngliche Funktion der optimalen Anbindung von Matrix an die Fasern nicht mehr gegeben ist. Zu diesem Zwecke ist es sinnvoll, die Schlichte zu entfernen. Das Textil kann danach entweder mit neuer Schlichtet behaftet oder mit einem artfremden Matrixpolymer laminiert werden.
Das ebeam-Verfahren wurde weiterentwickelt, bei dem beschleunigte Elektronen mit hoher Energie auf die Oberfläche von textilen Flächengebildes auftreffen und anhaftende Schlichten zerstören. Ein zweites faserschonendes und energieärmeres Verfahren auf Basis von Elektronenstrahlen konnte ebenso erprobt werden. An einer Laboranlage konnten die STFI-Wissenschaftler gemeinsam mit dem Projektpartner die Umsetzbarkeit des Verfahrens zeigen und erste Empfehlungen für die Überführung in die Industrie gegeben.

