Untersuchungen von Bastfasern zur Anwendung im Leichtbau
Zur Stabilitätserhöhung im Pflanzenstängel bilden sich im Rindenbereich Bastfasern aus, die den Stengel stützen, aber im Gegensatz zum starren Holz sehr flexibel aufgebaut sind und es ermöglichen, dass die schlanken, hohen Pflanzen sich im Wind bewegen können, ohne zu brechen.
Im Projekt wurden Materialien aus Hanf und Flachs aus Mitteleuropa sowie Ramie und Kenaf aus Indonesien auf ihre Verbundeigenschaften untersucht und die Kennwerte miteinander verglichen. Für die Materialprüfung erfolgte die Herstellung von Aufleimerzugproben aus Naturfaser-Epoxidharzgemischen.
Die praktische Anwendung der Fasern wurde mit Hilfe des Pultrusionsverfahrens überprüft. Hierbei waren Herausforderungen wie die Bereitstellung eines endlosen Faserbandes und das Erzielen eines hohen Fasergehaltes im Pultrudat zu bearbeiten.

