
Technologietransfer
Mit dem Technologietransfer des STFI erhalten Unternehmen und Industriepartner direkten Zugang zu Anlagentechnik im industriellen und semiindustriellen Maßstab sowie umfassendes textiltechnisches Know-how. Wir unterstützen Sie dabei, technologische Herausforderungen effizient zu lösen, Entwicklungsrisiken zu reduzieren und Innovationsprozesse zu beschleunigen.
Unsere Expertinnen und Experten arbeiten eng mit Ihnen zusammen, um individuelle Lösungen zu entwickeln, die passgenau auf Ihre Produkte, Prozesse und Marktanforderungen abgestimmt sind. Sie profitieren von unabhängiger fachlicher Bewertung, praxisorientierten Handlungsempfehlungen und der Möglichkeit, neue Technologien frühzeitig zu erproben und weiterzuentwickeln.
Technologiefokus additive Fertigung und Materialentwicklung

Zweischnecken-Compounder
Compoundierversuche am Compounder noris-ZSC 25, Noris Plastic GmbH & Co. KG
Ihr Nutzen
Neue Materialien und Additive praxisnah entwickeln
Rezepturen, Additive und Polymerblends im kleinen Maßstab testen, optimieren und als Masterbatch oder Filament für die weitere Produktentwicklung bereitstellen.
Materialien und Recyclingkonzepte wirtschaftlich erproben
Von wenigen Gramm bis zu Mustermengen von ca. 500 kg: Materialrezepturen und Recyclingprozesse unter praxisnahen Bedingungen validieren, ohne sofort in eine industrielle Produktion investieren zu müssen.
Materialeigenschaften gezielt bewerten und absichern
Compoundierung mit begleitender Materialanalyse kombinieren: Schmelzverhalten, Viskosität und weitere relevante Eigenschaften bestimmen und damit fundierte Entscheidungen für die weitere Material- und Prozessentwicklung treffen.
- Test zum Einarbeiten von neuen Additiven und Herstellung von Masterbatches
- Tests zur Herstellung von Polymerblends Verarbeitung von klassischen Thermoplasten (z. B. PES, PA6, PP, PE), Biopolymeren (z. B. PLA, PBS, PHA) und thermoplastischen Elastomeren (z. B. TPU, Co-PA, Co-PES)
- Herstellung von Kleinstmengen wenige Gramm bis Mustermengen von bis zu ca. 500 kg (Materialabhängig)
- Drei Feststoffdosierungen (Thermoplast + 2 Feststoffadditive bzw. Polymere) und eine Flüssigdosierung (z. B. Weichmacher)
- Herstellung von Filamenten im Durchmesserbereich zwischen 0,5 mm und 3 mm Schneckenlänge (D/L) = 36 Materialabhängiger Durchsatz von bis zu 40 kg/h
- Durchführung von Recyclingversuchen durch Aufschmelzen und Regranulieren von verschiedenen thermoplastischen Materialien Optionale Materialanalyse mittels DSC (Schmelzpunkt, Glasübergangstemperatur), Rotations-Oszillations-Rheometer (Viskositätskurven), Ubbelohde-Viskosimeter (Lösungsviskosität)

3D-Druck
Das Technologieangebot 3D-Druck ergänzt das bestehende Compounder-Angebot ideal: Am Compounder entwickelte Materialmischungen können direkt als Filament oder Granulat im 3D-Druck getestet und für textile Anwendungen optimiert werden.
Ihr Nutzen
Neue 3D-gedruckte Textilfunktionen entwickeln
Funktionale Strukturen wie Verstärkungen, Dämpfungen oder abriebfeste Bereiche direkt auf Textilien entwickeln und für konkrete Anwendungen optimieren.
Materialien und Prozesse schneller zur Anwendung bringen
Neue Materialien aus Compoundierung oder Materialentwicklung unmittelbar als Filament, Granulat oder pastöses System im 3D-Druck erproben und zu auswertbaren Musterflächen oder Bauteilen überführen.
3D-Druck auf Textilien gezielt optimieren und absichern
Druckparameter, Material und textile Substrate systematisch aufeinander abstimmen und durch Material- sowie textilphysikalische Prüfungen die Eignung für die gewünschte Anwendung bewerten.
- Durchführen betreuter 3D-Druck-Versuche (Rent-a-Lab) von der CAD-Vorbereitung bis zur auswertbaren Musterfläche oder Bauteilserie in Kleinlosgrößen
- Material- und Prozessstudien: Variation von Geometrie, Schichtaufbau, Temperatur, Druckgeschwindigkeit und Warenspannung bei 3D-Druck auf Textilien (inkl. 4D-Effekte durch vorgespannte Substrate). Im Rahmen von Direktauftrag oder Forschungsprojekt
- Verarbeitung einer großen Materialpalette, abgestimmt auf textile Substrate hinsichtlich Haftfestigkeit, Dehnbarkeit etc.
- Entwicklung und Erprobung von funktionellen Strukturen auf Textilien, z. B. Dämpfungs- und Verstärkungsstrukturen, partiell abriebfesten Strukturen
- Optional: Material-/Funktionsmustercharakterisierung (z. B. thermische/rheologische Analyse,) in Kombination mit textil-physikalischen/mechanischen Prüfungen aus dem STFI-Portfolio
- Am Zweischnecken-Compounder entwickelte Masterbatches und Polymerblends können direkt zu Filamenten oder Granulaten aufbereitet und im 3D-Druck appliziert werden. Geschlossene Entwicklungskette:
- Rezepturentwicklung und Compoundierung (Additivierung, Recyclingmischungen, Biopolymerblends).
- Granulierung bzw. Filamentherstellung
- 3D-Druck auf (textilen) Substraten oder zur Prototypenfertigung für schnelle Funktions- und Verarbeitungsbewertung (Haftung, Verzug, Oberflächenbild, etc.).
- Effiziente Parameterermittlung: Kombination aus Compoundier- und Druckparametern zur Auslegung neuer Materialien speziell für FDM-/Granulat-3D-Druck auf Textilien.

Materialanalytik
Wir ermöglichen die Charakterisierung einer breiten Materialpalette hinsichtlich Fließ- und Benetzungseigenschaften, materialspezifischer Kennwerte und Partikelgrößenverteilung.
Im Mittelpunkt stehen dabei Thermoplaste, reaktive Hotmeltklebstoffe, 2K-Systeme, wässrige Dispersionen, Silikone oder auch Plastisole.
Ihr Nutzen
Materialien gezielt für Prozesse optimieren
Fließ-, Benetzungs- und thermische Eigenschaften bestimmen und daraus ableiten, wie Materialien optimal auf Beschichtung, Kaschierung, Laminierung oder andere Applikationsprozesse abgestimmt werden können.
Materialeinsatz und Prozesseffizienz verbessern
Materialeigenschaften systematisch analysieren, Prozessparameter gezielt optimieren und dadurch Materialeinsatz reduzieren, Ausschuss vermeiden und Verarbeitungseigenschaften verbessern.
Neue Materialien und Formulierungen zuverlässig bewerten
Neue Rohstoffe, Rezepturen und Materialsysteme anhand objektiver Kennwerte charakterisieren, vergleichen und für Entwicklung, Qualitätskontrolle und den Praxiseinsatz absichern.
- Rheologie: MCR 502 (Anton Paar)
- Untersuchung von Fließeigenschaften mittels Rotations- und Oszillationsmessungen
- Thermoplastische Materialien – bis 450 °C
- Dispersionen/Suspensionen – bis 210 °C – Möglichkeit der Untersuchung der UV-Vernetzung
- Oberflächenspannung
- Untersuchung der Benetzungseigenschaften von Flüssigkeiten/Festkörpern
- Blasendrucktensiometer (BP 100, KRÜSS) zur Bestimmung der dynamischen Oberflächenspannung (10-100 mN/m) wässriger Systeme
- Kontaktwinkelmessgerät (DSA25 Expert, KRÜSS)
- Ermittlung der freien Oberflächenenergie von Festkörpern
- Ermittlung der (statischen) Oberflächenspannung von Flüssigkeiten (Pendant Drop)
- Partikelanalyse: Partikelgrößenanalysator PSA 1190 LD (Anton Paar)
- Bestimmung von Partikelgrößenverteilungen mittels Multi-Laser-Technologie (Laserbeugung)
- Messbereich nassdispergierter Proben: 0,04 µm bis 2500 µm
- Messbereich trockendispergierter Proben: 0,1 µm bis 2500 µm
- Differenzkalorimetrie (DSC):
- DSC-60 (SHIMADZU CORPORATION)
- Temperatur: bis 600 °C
- Heizraten: 0-99 K/min
- Bestimmung von Schmelz-/Glasübergangstemperaturen, Phasenübergängen, Zersetzungspunkten, Wärmekapazitäten

Kunststoffprüfungen
Mit unserer akkreditierten Prüfstelle sind wir ein zuverlässiger Partner für Prüfungen – und bieten weit mehr als klassische Textiltestverfahren. Im Portfolio: über 1.700 gelistete und durchführbare Prüfverfahren, darunter zahlreiche Normen aus dem Bereich Kunststoffe. Neben kunststoffbeschichteten Textilien prüfen wir auch reine Kunststoffprodukte – von Schaumstoffen über faserverstärkte Kunststoffe bis hin zu Folien.
Ihr Nutzen
- Prüfverfahren für Produkte und Materialien aus Kunststoff und Verbundwerkstoffen
- Normprüfungen und individuelle Prüfstandards nach Ihren Anforderungen
- Schadensanalysen und umfassendes Prüfportfolioaus einer Hand
Prüfung von Schaumstoffe
- Rohdichte gemäß ISO 845
- Zugfestigkeit gemäß ISO 1798
- Druckeigenschaften gemäß ISO 1856 und ISO 3386
- Verschiedene Alterungsbestimmungen und spezielle Prüfungen aus dem Einsatzbereich Polsterung
Prüfung von faserverstärkten Kunststoffen
- Bestimmung Faservolumengehalt in Anlehnung an DIN 16459
- Prüfung der Zugfestigkeit gemäß EN 527
- Normenreihe und diversen Luftfahrtnormen Bestimmung Biegeeigenschaften gemäß ISO 14325
- Bestimmung Druckeigenschaften gemäß ASTM D 6641 und ISO 14126
- Schubeigenschaften gemäß ISO 14129
- Schereigenschaften gemäß ISO 14130
- Bestimmung Grenzflächenscherfestigkeit gemäß ISO 19375 (Pull-Out Test)
Prüfung von Kunststofffolien
- Bestimmung der Dicke gemäß ISO 4593und ISO 23529
- Weitereißkräfte gemäß DIN 53363, ISO 34-1 sowie EN 17679
- Biegesteifigkeitsbestimmung gemäß DIN 53362 und anderen Verfahren
- Zugeigenschaften gemäß ISO 527-3
- Verpackungsfolienprüfung u.a. DIN 55543-5
- Reibungskoeffizient gemäß ISO 8295
- Haftungsbestimmungen und Maßänderungsprüfungen
Prüfung von Geokunststoffen
- Flächengewicht gemäß ISO 9864 und EN 14196
- Dicke gemäß ISO 9863-1
- Zugfestigkeit gemäß ISO 10319
- Verbindungsfestigkeit gemäß ISO 10321
- Stempeldurchdrückprüfung gemäß ISO 12226
- Wasserdurchlässigkeit gemäß ISO 11058, DIN 60500-4, EN 12958-1, ISO 17892 und EN13562
Beständigkeitsuntersuchungen
- Mikrobiologische Beständigkeit gemäß EN 12225
- Witterungsbeständigkeit gemäß 12224
- Säure-/Laugenbeständigkeit gemäß ISO 12960
- Hydrolysebeständigkeit gemäß EN 12447
- Oxidationsbeständigkeit gemäß ISO 13438
- Geokunststoffe – Reibungseigenschaften-Scherkastenversuch gemäß ISO 12957
- Kegelfallversuch gemäß ISO 13433
- Öffnungsweite gemäß ISO 12956
Andere Kunststoffe und Kunststoffe allgemein
- Dichtebestimmung gemäß ISO 1183-1
- Schmelzpunktbestimmung gemäß ISO 3146
- Künstliche Bewitterung gemäß ISO 4892-2/-3
- DSC Messung gemäß Normenreihe 11357
- Wasseraufnahme gemäß ISO 62
