3D-Druck mit UV-vernetzbaren Systemen für Bandagen

Das Forschungsvorhaben entwickelte eine neuartige Kombination aus Dispenser-3D-Druck und UV-LED-Vernetzung zur digitalen, partiellen Funktionalisierung von Textilien, am Beispiel von Sport- und Medizinbandagen. Dabei wurden eine urethanacrylat- und eine silikonbasierte Formulierung entwickelt, die sich auf Polyester- und Polyamid-Elastan-Gestricke drucken und gleichzeitig mit UV-LED-Punktstrahlern aushärten lassen. Beide Formulierungen konnten mit Additiven wie antimikrobiellen Wirkstoffen und Pigmenten versehen werden, ohne die Verarbeitung oder Aushärtung zu beeinträchtigen. Die Drucke erwiesen sich als haftfest, knick-, abrieb- und waschbeständig. Als Demonstratoren wurden rundgestrickte Rohlinge zu Kniebandagen mit Patellaring und Schienbeinschonern funktionalisiert. Die kombinierte Technologie erlaubt eine kundenspezifische Anpassung von Textilien bei deutlich verkürzten Rüstzeiten, da Musterwechsel rein digital erfolgen und keine Werkzeuge benötigt werden.

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