EU-Projekte

Das Projekt PESCO-UP hat das Ziel, innovative Lösungen für das Recycling von textilen Produktions- und Post-Consumer-Abfällen, zu finden, um PES/CO-Mischungen im Produktionskreislauf einer Wiederverwertung zuzuführen.

Es unterstützt die Kreislaufwirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Textilrecyclings und trägt zu Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit in der Textilindustrie bei.

Der Projektansatz untersucht neben der technischen Umsetzbarkeit neuer Recyclingverfahren auch regulatorische und sozioökonomische Hürden, um die Marktakzeptanz recycelter Materialien und innovativer Technologien zu erhöhen.

KoordinationVTT Technical Research Centre of Finland Ltd (FIN)
TechnologiegebietAutomatisierte Abfallidentifikation und -sortierung, mechanisches und chemisches Recycling von PES/CO-Abfällen
AnwendungsgebietAbfallmanagement, textile Kreislaufwirtschaft, textile Nachhaltigkeit
KurzbeschreibungJährlich fallen in Europa 7-7,5 Millionen Tonnen Textilabfälle an, aber nur etwa 30-35 % der erzeugten Abfälle werden getrennt gesammelt und weniger als 1 % davon wird recycelt. Bei den meisten Textilien handelt es sich um Baumwolle (CO) und Polyester (PES) oder deren Mischungen. Beträchtliche Mengen an PES/CO-Mischungen werden jedes Jahr entsorgt, weil das Recycling technisch schwierig und/oder wirtschaftlich nicht rentabel ist.

Ziel von PESCO-UP ist es daher, ein nachhaltiges, wirtschaftlich und technologisch tragfähiges Verfahren zu entwickeln, mit dem Abfälle aus PES/CO-Mischungen in hochwertige und sortenreine Materialien für den nachfolgenden Nutzungszyklus transformiert werden. Auf diese Weise sollen auch Ressourcen eingespart werden. Der ganzheitliche Ansatz des PESCO-UP-Projekts umfasst ebenfalls innovative Prozesse, wie digitalisierte Materialidentifikation, Datenaustausch und effiziente Sortierung. Durch die Entwicklung praktikabler chemischer und mechanischer Trennverfahren strebt das Projekt eine Effizienz von bis zu 90 % bei der Materialwiederverwendung an. Das Projekt hat nicht nur technologische Weiterentwicklungen im Fokus, sondern auch das Umsetzen der genannten Herausforderungen in neue Geschäftsmodelle. Unterstützt wird dies durch die Stärkung des Arbeitskräftepotentials mittels gezielter Qualifizierungsstrategien und Schulungsmaterialien.
Projektlaufzeit
01.01.2024 bis 31.12.2027

Projektpartner

  • VTT Technical Research Centre of Finland Ltd
  • Centexbel
  • Centre for European Policy Studies
  • CuRe Technology BV
  • Flemish Institute for Technological Research NV
  • INEOS Composites Hispania S.L
  • IOS, Institute for Environmental Protection and Sensors, Ltd
  • Mitwill Textiles Europe
  • MTU Civitta Foundation
  • Nordic Bioproducts Group Oy
  • Rester Oy
  • Reverse Resources OÜ
  • Riga Technical University
  • Sächsisches Textilforschungsinstitut e.V.
  • Stichting TEXroad
  • Textile4ever BV
  • The European Technology Platform for the Future of Textiles and Clothing
  • Valmet Technologies OY
  • VEGEA SRL

MC4 (Multi-level Circular Process Chain for Carbon and Glass Fibre Composites) ist ein europäisches Projekt zur Förderung zirkulärer Ansätze für Carbon- und Glasfaserverbundwerkstoffe. Diese Materialien sind aufgrund ihrer Leichtbaueigenschaften und hohen mechanischen Kennwerte in vielen technischen Anwendungen unverzichtbar. Die europäischen Wertschöpfungsketten für Carbon- und Glasfasern müssen jedoch ökologisch und wirtschaftlich effizienter werden.

Derzeit werden bis zu 40 % des Materials im Produktionsprozess nicht verwertet, und 98 % der Verbundbauteile landen nach 15 bis 30 Jahren Lebensdauer auf Deponien. Mit einem jährlichen Verbrauch von 110.000 Tonnen Carbonfasern und 4,5 Millionen Tonnen Glasfasern ist der ökologische Fußabdruck erheblich. Zusätzlich muss Europas Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden, da 80 % der neuen Carbon- und Glasfasern außerhalb Europas hergestellt und importiert werden müssen.

KoordinationProfactor GmbH (AUT)
TechnologiegebietWerkstofftechnik, Kreislaufwirtschaft, Recycling
AnwendungsgebietBauindustrie, Leichtbau, Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie, Bootsbau, Sportgerätebau, Transportsektor
KurzbeschreibungBauteile aus Carbon- und Glasfaserverbundwerkstoffen sind für zahlreiche technische Anwendungen unverzichtbar, aber schwierig zu recyceln. Darüber hinaus fallen während der Herstellung von Kompositen Abfälle an, die den Produktionsprozessen von anderen Bauteilen wieder zugeführt werden können.
Das Projekt MC4 untersucht zirkuläre Ansätze für die Wiederverwendung von Verbundwerkstoffen aus Carbon- und Glasfasern und entwickelt Prozesstechnologien und Qualitätssicherungsmethoden, die ein wirtschaftliches Recycling von solchen Werkstoffen ermöglichen. MC4 wird sich auf verschiedene Wiederverwendungs- und Recyclingprozesse entlang des Lebenszyklus von Verbundwerkstoffen konzentrieren. Dazu gehören:
– Chemische Recyclingtechnologien für eine wirtschaftlich effiziente Trennung von Matrix und Carbonfasern
– Verarbeitungstechnologien für die Wiederverwendung von Prepreg-Abfällen aus dem Produktionsablauf (z.B. beim Zuschnitt)
– Mechanische Recyclingverfahren für Bauteile aus Glasfaserverbundwerkstoffen zur direkten Wiederverwendung der Materialien in neuen Bauteilen
– Neue Harze für eine bessere Recycelbarkeit von Glasfaserbauteilen
– Technologien für die Verarbeitung von recycelten Carbonfasern zur Herstellung von Garnen, Geweben und Vliesstoffen für Verbundbauteile
– Qualitätssicherungsmethoden zur Charakterisierung von recycelten Glas- und Carbonfasern und der daraus hergestellten neuen Verbundwerkstoffe
Projektlaufzeit
01.04.2022 – 31.03.2025

Projektpartner

  • 3B-the fibreglass company
  • Amura S.L. – Amura Naútica
  • CEACHOMARAT Group
  • CIDETECFIDAMC – Fundación para la Investigación, Desarrollo y aplicación
  • de los Materiales Compuestos
  • GAIKER Centro Tecnológico
  • i-RED Infrarot Systeme GmbH
  • IRESLAB23 Street Furniture
  • Managing Composites SL
  • Noma Resins sp.zo.o.
  • PROFACTOR GmbH
  • TECHTERA
  • VDL Fibertech Industries B.V.

KoordinationInstituto Tecnológico del Embalaje, Transporte y Logística (ITENE) / ES
TechnologiegebietBiobasierte Nanomaterialien
AnwendungsgebietVerpackung, Kosmetik, Medizin, Pharmazie, Hygiene, Textilien und additive Fertigung
KurzbeschreibungDas Projekt hat zum Ziel, Technologien und Prozesse für die Anwendung von Nanomaterialien zu verbessern. Dazu werden europaweit vorhandene Pilotanlagen für die Verarbeitung von biobasierten Nano-Materialien angepasst und optimiert. BIONANOPOLYS wird außerdem den Industriepartnern eine breite Palette von Dienstleistungen bei der Einführung neuer biobasierter Nano-Produkte anbieten, wie z.B. die Entwicklung von Sicherheitsprotokollen für biobasierte Nano-Materialien, die Spezialisierung und Ausbildung des Personals oder die Erarbeitung von Standards und Geschäftsmodellen. Im Rahmen des Projektes soll ein Geschäftsmodell entwickelt werden, dass interessierten Industriepartnern den Zugang zu den Pilotanlagen auch nach dem Projektende ermöglicht.
Projektlaufzeit01.01.2021 bis 31.12.2024
Partner27 Partner aus 12 Ländern

KoordinationForschungskuratorium Textil e.V. und Sächsisches Textilforschungsinstitut e.V.
TechnologiegebietMaterialforschung
AnwendungsgebietWiederverwertung von Carbonfasern, Beschlichten von recycelten Carbonfasern, Schlichteauftrag, Leichtbau
KurzbeschreibungDas Hauptziel des Projektes ist die Entwicklung eines Konzeptes zur Wiederbeschlichtung von recycelten Carbonfasern (rCF) sowie die Anpassung der Schlichten für ausgewählte duromere (Epoxidharz, Polyurethan) und thermoplastische Matrices (Polyamid, Polyphenylensulfid). Die mit chemisch kompatiblen und verfahrenstechnisch angepassten Schlichten ausgerüsteten rCF werden zu Vliesstoffen verarbeitet, woraus in Kombination mit den Matrices Leichtbauteile mit verbesserten mechanischen Eigenschaften im Vergleich zu ungeschlichteten rCF hergestellt werden. Als Ausgangsmaterial dienen rCF, die aus Pyrolyse- und Solvolyseverfahren gewonnen werden.
Neben dem Aspekt der Faser-Matrix-Wechselwirkung wird im Projekt auch die Frage der Schlichteapplikation betrachtet. Recycelte CF werden nicht in Form von Endlos-Rovings wie bei kontinuierlichen Schlichteprozessen bereitgestellt, sondern in Form von längenbegrenzten Fasern, die aus Abfallverwertungsprozessen stammen. Es muss ein neuer Weg des Schlichteauftrags untersucht werden, der hinsichtlich seiner Effektivität betrachtet und auf technische Machbarkeit getestet wird.
Projektlaufzeit01.10.2021 – 30.02.2024
Partner4 Partner aus 2 Ländern

Über Cornet

CORNET steht für Collective Research Networking und ermöglicht transnationale Vorhaben der Gemeinschaftsforschung. Die Initiative vernetzt nationale und regionale Förderprogramme verschiedener Länder miteinander, um internationale Forschungsprojekte zugunsten kleiner und mittelständischer Unternehmen zu ermöglichen. In Deutschland basiert CORNET auf der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF).

Das themenoffene Programm CORNET bietet Projektkonsortien bestehend aus Unternehmensverbänden und Forschungseinrichtungen aus mindestens zwei beteiligten Ländern bzw. Regionen die Möglichkeit, Anträge für gemeinsame Projekte im Bereich vorwettbewerblicher Forschung einzureichen. Die Förderung der Projekte erfolgt auf Basis der existierenden nationalen/regionalen Fördermechanismen.

Detaillierte Informationen sind unter www.cornet.online verfügbar. Die Besonderheiten von CORNET als Fördervariante der IGF sind im IGF-Leitfaden (Kap. 12.3) aufgeführt.

Kontakt

Dr. Anna Große

EU-Projekte, Projektmanagement, Netzwerke
 
+49 371 5274-282

Romy Naumann

EU-Projekte, Projektmanagement, Netzwerke
 
+49 371 5274-186

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