Liebe Leserinnen und Leser,

herzlich willkommen zu unserem Newsletter 2026.
Wir sind in dieser Ausgabe in eigener Sache unterwegs und stellen Ihnen die fünf Anwendungsfelder vor, für die wir mit unserer Forschung Innovationen vorantreiben, Ressourcen schonen, Prozesse verbessern und Menschen schützen. Ganz nah am Markt und natürlich fußend auf unserem industriellen und semiindustriellen Technologieportfolio. Mit unserem Know-how schaffen wir Lösungen für die Praxis und sorgen dafür, dass Ihre textilen Produkte und Prozesse sicher sind. Für Ihren wirtschaftlichen Erfolg von morgen. Lernen Sie außerdem unsere Expertinnen und Experten kennen.

Lassen Sie sich faszinieren – viel Freunde beim Lesen!

Ihr STFI

Ihr Partner für die Entwicklung nachhaltiger Lösungen und Standards

Textile Kreislaufwirtschaft denken wir ganzheitlich

Für die textile Kreislaufwirtschaft und das Recycling schaffen wir nachhaltige Lösungen für die gesamte textile Wertschöpfungskette – von der Rohstoffauswahl über Produktion und Nutzung bis zur Sammlung und Rückführung von Materialien. Ziel ist es, Ressourcen zu schonen und zirkuläre Alternativen zur linearen Wirtschaft zu etablieren. Im Fokus stehen Strategien für kreislauffähige Produkte: von Sammlung und Sortierung gebrauchter Textilien über technologisch gestützte Faserrückgewinnung bis hin zu konsequent zirkulärem Produktdesign. Dies beinhaltet die Generierung, Analyse, Vernetzung und Nutzung von Daten für Transparenz, Effizienz, planbare Rückführungskonzepte und zielführende Kooperation. Vernetzte Systeme sind der Schlüssel zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Wir vernetzen Forschung, Industrie, Politik und Gesellschaft, um ganzheitliche und praxistaugliche Konzepte für eine zukunftsfähige Textilwirtschaft voranzutreiben.

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Johannes Leis

Textilrecycling, Kreislaufwirtschaft, Textile Nachhaltigkeit

+49 371 5274-254

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Unsere Umwelt ist der Schlüssel für ein gesundes Leben

Für die Herausforderungen des Klimawandels sind wir Ihr Partner. Da sich klimatische Bedingungen dynamisch verändern, müssen auch technische Ansätze kontinuierlich weiterentwickelt werden. Technische Textilien bieten auf Grund ihrer vielfältigen Aufmachungsformen ein hohes Innovationspotenzial. Genau darauf liegt der Fokus des Anwendungsfeldes “Klimaschutz und Umwelt“, indem es folgende Schwerpunkte betrachtet: begrünte Städte und Infrastrukturen, Boden- und Erosionsschutz, das Regulieren von Temperatur und Wasserkreisläufen sowie Urban Farming. Unser erklärtes Ziel ist es, textile Technologien so einzusetzen, dass sie ökologische Belastungen reduzieren, natürliche Ressourcen schützen und lebenswerte Räume für zukünftige Generationen schaffen, denn es handelt sich um unser aller Zukunft.

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Franz Klötzer

Wirkerei, Nachhaltigkeit, Geotextilien

+49 371 5274-281

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Am Puls der Zeit

Wir gestalten Innovationen für ein gesundes, aktives und selbstbestimmtes Leben. Im Mittelpunkt des Anwendungsfelds Gesundheit und Lifestyle steht der Mensch, unterstützt durch die intelligente Verbindung von modernsten Materialien, funktionalen Textilien und innovativen Technologien. Unsere Lösungen begleiten den Alltag ebenso wie Prävention, Therapie und Pflege und leisten einen spürbaren Beitrag zu mehr Wohlbefinden und Lebensqualität.

Unsere Vision ist es, eine nachhaltige Brücke zwischen Gesundheit, Technologie und Lifestyle zu schlagen. Durch die enge Verzahnung von funktionalem Textildesign, medizinischem Know-how und ressourcenschonenden Materialkonzepten entstehen Produkte, die Gesundheit stärken, Hygiene und Komfort vereinen und gleichzeitig Innovation und Umweltbewusstsein fördern.

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Jenny Liebelt

Gesundheitstextilien, Smarte technische Textilien, Polsterstrukturen

+49 371 5274-279

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Dort wo Leistung zählt, schaffen wir die passende Lösung

Wir erforschen und entwickeln funktionale technische Textilien und Vliesstoffe, die exakt auf spezifische Leistungsanforderungen und Einsatzbedingungen abgestimmt sind. Im Mittelpunkt stehen nicht dekorative Aspekte, sondern die funktionale und sicherheitsrelevante Wirkung der Materialien. Industrietextilien tragen entscheidend zu Sicherheit, Effizienz und Nachhaltigkeit bei, sowohl in Bereichen wie Bauwesen, Transport, Maschinen- und Anlagenbau als auch in Umwelttechnik und Recycling.

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Johanna Spranger

Meltblown-Vliesstoffe, Textile Filter, Chemische Veredlung

+49 371 5274-218

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Mit Schutztextilien kennen wir uns bestens aus

Für den Personen- und Objektschutz entwickeln wir Lösungen, die in kritischen Situationen die letzte Schutzbarriere bilden und damit maßgeblich zur Sicherheit von Menschen und Infrastruktur beitragen. Da Gefährdungen stetig komplexer werden, überzeugen innovative Konzepte genau hier. Als Forschungs- und Prüfdienstleister unterstützt das STFI Unternehmen zudem dabei, neue Schutztechnologien prüfseitig zu bewerten und zuverlässig zur Marktreife zu führen.

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Patrick Reinhardt

Spezielle optische und physikalische Prüfungen, Sonnenschutztextilien, mikroskopische Analytik

+49 371 5274-256

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Textile Metallstrukturen für die Medizintechnik

3D-Grafik eines Implantats aus einem Titan-Keramik-Verbunds

Wie lassen sich die Vorteile keramischer Bauteile mit den besonderen Eigenschaften einer metallischen, textilen Oberfläche verbinden? Dieser Frage widmete sich das Forschungsprojekt Tie-VlieKe. Ziel war es, Titanvliesstoffstrukturen mithilfe des keramischen Spritzgießens in ein Keramiksubstrat einzubetten. Auf diese Weise entsteht ein neuartiger Verbund aus Zirkonoxid und Titan, der die Eigenschaften technischer Keramiken mit einer strukturierten metallischen Oberfläche kombiniert.

Der Nutzen für Anwender liegt vor allem in der Perspektive, künftig komplex geformte Keramikbauteile wirtschaftlich und großserientauglich herzustellen. Die textile Titanstruktur eröffnet dabei neue Möglichkeiten für die Medizintechnik – insbesondere für orthopädische Implantate. Ihre Oberflächenstruktur könnte das Einwachsen von Knochenzellen unterstützen und dadurch Vorteile gegenüber herkömmlichen porösen Beschichtungen bieten. Für Hersteller ergeben sich zusätzliche Gestaltungsspielräume bei der Entwicklung leistungsfähiger Implantate und weiterer medizinischer Komponenten.

Ein wichtiger Projektschritt war die erstmalige Herstellung von Titanfasern als Endlosfaserstränge über das Strehlverfahren. Damit wurde eine Grundlage für die Weiterverarbeitung von Titan zu textilen Vliesstoffstrukturen geschaffen, ein Ansatz, der bisher noch nicht kommerziell verfolgt wurde. Zusätzlich konnten mithilfe der Airlaid-Technologie Titanvliesstoffe hergestellt werden, die sich als Einlegeteile im keramischen Spritzguss eignen.

Im Projekt wurden die Werkstoffverbunde hergestellt und hinsichtlich ihrer Eignung für die Formgebung untersucht. Dabei zeigte sich, dass Titanvliesstoffe grundsätzlich in den Spritzgussprozess integriert werden können. Für die spätere industrielle Anwendung bestehen jedoch noch Entwicklungsaufgaben. Dazu zählen eine gleichmäßigere Faserablage und die vollständige Einbindung der Titanfasern in den Vliesstoff. Auch das Krempelverfahren erfordert aufgrund der Feinheit und Sprödigkeit der Fasern Anpassungen an Garnitur und Walzenabständen. Tie-VlieKe schafft damit eine wichtige Basis für keramische Bauteile mit funktionalen textilen Metalloberflächen. Die Ergebnisse eröffnen neue Perspektiven für innovative Implantatkonzepte und weitere Anwendungen, bei denen komplexe Geometrien, keramische Werkstoffe und biofunktionale Oberflächen miteinander verbunden werden sollen.

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Johannes Leis

Textilrecycling, Kreislaufwirtschaft, Textile Nachhaltigkeit

+49 371 5274-254

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Ökologische Alternative zur Fluorcarbonausrüstung

Copolymerzusammensetzung und Bilder des ausgerüsteten Textils mit einem Ethylengly-
koltropfen

Fluorcarbone verleihen Textilien wie Feuerwehrkleidung, Wetterschutzjacken oder OP-Kitteln eine außergewöhnliche Eigenschaft: sie stoßen Wasser, Öl und Schmutz ab, das heißt, sie sind hydrophob und zugleich oleophob. Durch ihre extreme Langlebigkeit und Toxizität für Mensch und Umwelt muss ihre weitere Verwendung in Frage gestellt werden. Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS), auch als Ewigkeitschemikalien bezeichnet, bauen sich biologisch praktisch nie ab und reichern sich in der Umwelt zunehmend an.

Aus diesem Grunde wird die Verwendung durch die europäische Chemikalienverordnung REACH reguliert und eine starke Einsatzbeschränkung angestrebt. Davon ist maßgeblich auch die Textilindustrie betroffen. Leistungsfähige fluorfreie Produkte zu entwickeln, gelang vor allem für ölabweisende Eigenschaften bisher nicht. Im IGF-Projekt „C6C8 turn green“ wurde von Textilforschern des STFI in Chemnitz und Chemikern am Leibniz-Institut für Polymerforschung nun eine ökologische Alternative zur Fluorcarbonausrüstung entwickelt.

Im Fokus des Projektes „C6C8 turn green“ stand die Verwendung von POSS- (polyedrische oligomere Silsesquioxane) und TRIS-Verbindung ([Tris(trimethylsiloxy)silyl]), um die medienabweisende Wirkung umzusetzen. Diese Verbindungen wurden zu Copolymersystemen synthetisiert. Für die Textilausrüstung wurden mittels Miniemulsionspolymerisation wässrige Dispersionen dieser Copolymersysteme hergestellt, die in zwei Prozessschritten mittels Foulards und anschließender thermischer Trocknung sowie Vernetzung appliziert wurden.

Zur Überprüfung der Wirksamkeit wurden entsprechend funktionalisierte Bauwollgewebe vor und nach definierten Waschzyklen bei 60 °C Waschtemperatur und einer anschließenden Trommeltrocknung bei 70 °C untersucht. Die Proben erzielten einen Kontaktwinkel gegen Wasser von bis zu 129° vor und 112° nach fünf Wasch- und Trockenzyklen. Mit Kontaktwinkeln gegen Ethylenglykol von bis zu 123° (vor der Wäsche) und 106° (nach der Wäsche) konnte eine oleophobe Wirkung nachgewiesen werden.

Der grundlegende Mehrwert einer PFC-freien Ausrüstung liegt in der Entlastung der Ökosysteme. Durch die Schaffung einer ökologischen Alternative kann der Eintrag von Schadstoffen in Luft, Wasser und Böden verringert werden. Für Hersteller von Sport-, Medizin-, Schutz- und Automotive-Textilien steht damit eine leistungsfähige Alternative zur Verfügung.

Kontakt

Dr. Ralf Lungwitz

Leiter Funktionalisierung

+49 371 5274-248

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Eingetragene Marke: stfi – Sächsisches Textilforschungsinstitut e.V. eingetragen beim Deutschen Patent- und Markenamt unter der Nr. 39552048


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