Entwicklung einer Technologie zur Ummantelung von PET-Schläuchen in Aerosolinnenbehältern
Motivation
Aerosolbehälter sind als Sprühdose für Kosmetik, Haushalt, den Lebensmittel-, medizinischen und technischen Bereich bekannt. Sie bestehen aus einem unter Druck stehenden Metallkörper und einem Ventil mit Kunststoffverschluss. Aluminiumdosen sind im Vergleich der Verpackungsmaterialien der absolute Negativ-Spitzenreiter bezüglich CO2-Fußabdruck. Pro Kilogramm Verpackungsgewicht wer-den 7,57 Kilogramm CO2-Emissionen ausgestoßen.
Lösungsweg
Das Projekt fokussiert bei Zwei-Kammer-Aerosolen auf die Entleerung des Füllgutes vollkommen ohne Treibmittel. Unter Verwendung eines Pappbehälters soll der Druck zur Entleerung der Innenkammer mit einer druckarmierten flexiblen textilen Struktur umgesetzt werden, welche den Füllgutbehälter ummantelt. Die angestrebte Entwicklung adressierte ein druckstabiles Innensystem, welches den klassischen mechanischen Anforderungen an eine Spraydose (z. B. Druckstabilität) entsprechen muss.
Mit ausgewählten elastischen Ausgangsmaterialien wurden während der Projektlauzeit textile Muster durch Flechten und Umwinden eines PET-Schlauches entwickelt. Ziel war, dass diese Textilien das Füllgut im PET-Beutel auspresst. Einige Flechtstrukturen wurden mit Beschichtungen zu einem Composite verarbeitet und ebenfalls mit dem PET-Schlauch in Aufblasversuchen getestet. Im Ergebnis liegen Textilstrukturen vor, die für eine Entleerung des PET-Schlauches unterschiedlich gut geeignet sind. Weitere Untersuchungen zur Verbesserung des Entleerungserfolges über einen langen Zeitraum sind nötig.

