Bauen mit Textilien
Symposium BAUTEX
Geobaustoffe bieten für jede in ihrer Anwendung geforderten Funktionen eine Lösung. Meist gelingt dies selbst mit einem einzigen Produkt. Eine breite Rohstoffauswahl und verschiedene Technologien zu deren Fertigung lassen echte Multitalente entstehen. Ein breites Spektrum an Regelwerken, Normen und Verordnungen, umgesetzt in einer kontrollierten industriellen Fertigung, lassen diese „Alleskönner“ auch qualitativ überzeugen. Eine Reihe von Merkblättern und Technische Lieferbedingungen sind hierbei ergänzend zu beachten. Nicht zuletzt sind es auch die bereits jahrzehntelangen positiven Praxiserfahrungen, welche die Geobaustoffe zu einem alternativen Muss bei der Planung von Bauprojekten gegenüber herkömmlichen Bauweisen machen. Investitionsrückstau und schwierige Haushaltslagen sowie besondere Herausforderungen der Umwelt gegenüber sprechen eindeutig für die Anwendung von Geobaustoffen.
Informationen zur Veranstaltung
| Termin | 26. - 27. Januar 2028 |
| Zeitplan | 1. Tag: 13.00 - 17.00 Uhr 2. Tag: 9.00 - 14.00 Uhr |
| Veranstalter | Sächsisches Textilforschungsinstitut e.V. (STFI) Annaberger Straße 240 09125 Chemnitz |
Themenschwerpunkte
- Nachhaltigkeit
- Ressourcenschonung
- Informationen zu Product-Lifecycle
- Ersatzbaustoffe
- Biologisch abbaubare Geobaustoffe
- Recycling/Recyclingmaterial
Begeistern Sie unsere Gäste auch gern mit besonderen Innovationen, Highlights oder auch visionären Ansätzen.
Ziel der BAUTEX ist es, Akteure aus Industrie, Forschung und Bildung, aber auch Vertreter aus Verwaltung und regelsetzenden Bereichen zusammenzuführen.
Safe the Date
26. - 27.01.2028 – 18. Bautextilien-Symposium BAUTEX
Fachliche Organisation
Dipl.-Ing. Marian Hierhammer
Leiter Akkreditierte Prüfstelle
+ 49 371 5274-242
E-Mail
Alexandra Köhler
Öffentlichkeitsarbeit
+49 371 5274-200
E-Mail
BAUTEX 2026 zeigt eindrucksvoll, wie Textilien das Bauen nachhaltiger, intelligenter und widerstandsfähiger machen
Vom 28. bis 29. Januar 2026 luden das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. (STFI), der Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V. sowie der BAUINDUSTRIEVERBAND OST e. V. zum 17. Bautextilien-Symposium BAUTEX 2026 ins Hotel Chemnitzer Hof nach Chemnitz ein. Die Veranstaltung richtete sich an alle, die sich an der Schnittstelle von Bau, Materialinnovationen und Kreislaufdenken bewegen. Unter dem Motto „Bauen mit Textilien“ diskutierten 43 Expertinnen und Experten aus Forschung und Industrie praxisnah, interdisziplinär und mit Blick auf die Herausforderungen des Klimawandels darüber, wie mit textilen Lösungen Ressourcen gespart, Bauwerke saniert und neue Funktionen in den Bau integriert werden können. Parallel dazu bot eine Fachausstellung mit 11 Ausstellern Raum für Produkt- und Dienstleistungspräsentationen.
Ein zentrales Thema war der enorme Ressourcenverbrauch der Bauindustrie. Lösungen wie Carbonbeton eröffnen insbesondere bei der Sanierung des alten Gebäude- und Brückenbestands neue Perspektiven. Carbongitter-Verstärkungsstrukturen ersetzen dicke stahlarmierte Lösungen durch extrem dünne, langlebige und materialeffiziente Konstruktionen – ein Schlüssel zum Erhalt des kulturellen Erbes.
In weiteren Vorträgen wurde gezeigt, wie mit Geokunststoffen Bahntrassen vor Unterhöhlungen durch Wühltiere geschützt, Straßen und Wasserwege ertüchtigt und gleichzeitig Umweltbelastungen reduziert werden können. Im Natur- und Landschaftsbau kommen Erosionsschutzmatten aus Heusträngen, Matten aus heimischer Schafwolle und textilbasierte Lösungen für die Renaturierung und Hangbegrünung zum Einsatz – bis hin zum „Rollrasen-Prinzip“ mit Seegras unter Wasser. Das schwer abbaubare Lignin, ein Nebenprodukt bei der Cellulosegewinnung aus Holz, macht biobasierte Fasern für geotextile Anwendungen langlebiger und kann dazu beitragen, die Bildung von Mikroplastik zu vermeiden. Ergänzt wurde dieser Themenschwerpunkt durch Beiträge zu Dichtungssystemen auf Bentonitbasis für den Hochwasserschutz, zu textilbasierten Gleitschichten zur Rissvermeidung in Betonbodenplatten und zur Abfallvermeidung durch den Einsatz auch schwieriger und kontaminierter Böden vor Ort im Flüssigbodenverfahren.
Doch wie misst man die Qualität solcher Lösungen? Neue Prüf- und Bewertungsmethoden ermöglichen realistischere Aussagen zur Lebensdauer, Umweltverträglichkeit und Alterung – etwa durch Hochdruck-Autoklaven-Tests oder umfangreiche Elutions- und Ökotoxizitätsuntersuchungen sowie Sensorversuche, mit denen sich das Verbundverhalten von Geogittern und Boden analysieren lässt. Besonders spannend sind sensorische Textilien, bei denen das Garn selbst als Sensor dient: So können Dächer, Rohre oder Betonbauteile künftig Feuchte, Risse oder Überlastungen „fühlen“ und melden.
Nicht zu vergessen ist der Blick auf aktuelle und kommende EU-Regelwerke wie die Ökodesign-Verordnung, den Digitalen Produktpass oder das „Right to Repair“ und ihre Folgen für Entwicklung, Einsatz und Recycling der Geokunststoffe.
Wer einen kompakten Überblick über aktuelle Entwicklungen im Bauen mit Geokunststoffen und anderen textilen Bauprodukten sucht – von der Normung bis zur Praxis auf der Baustelle – findet ihn bei der BAUTEX 2028 am 26. und 27. Januar 2028 in Chemnitz.
Wir danken allen Teilnehmern und Ausstellern für eine erfolgreiche Veranstaltung und freuen uns auf ein Wiedersehen zum 18. Bautextilien-Symposium BAUTEX am 26. und 27. Januar 2028!