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Faszination Textil
Veranstaltungen
04.02.2026

BAUTEX 2026 bringt Experten für Bautextilien zusammen

Die BAUTEX 2026 zeigte eindrucksvoll, wie Textilien das Bauen nachhaltiger, intelligenter und widerstandsfähiger machen – von Carbonbeton über Grünfassaden, sensorische Gewebe für „fühlende“ Bauwerke bis hin zu neuen Anwendungen für Geokunststoffe.

Vom 28. bis 29. Januar 2026 luden das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. (STFI), der Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V. sowie der BAUINDUSTRIEVERBAND OST e. V. zum 17. Bautextilien-Symposium BAUTEX 2026 ins Hotel Chemnitzer Hof nach Chemnitz ein. Die Veranstaltung richtete sich an alle, die sich an der Schnittstelle von Bau, Materialinnovationen und Kreislaufdenken bewegen. Unter dem Motto „Bauen mit Textilien“ diskutierten 43 Expertinnen und Experten aus Forschung und Industrie praxisnah, interdisziplinär und mit Blick auf die Herausforderungen des Klimawandels darüber, wie mit textilen Lösungen Ressourcen gespart, Bauwerke saniert und neue Funktionen in den Bau integriert werden können. Parallel dazu bot eine Fachausstellung mit 11 Ausstellern Raum für Produkt- und Dienstleistungspräsentationen.

Ein zentrales Thema war der enorme Ressourcenverbrauch der Bauindustrie. Lösungen wie Carbonbeton eröffnen insbesondere bei der Sanierung des alten Gebäude- und Brückenbestands neue Perspektiven. Carbongitter-Verstärkungsstrukturen ersetzen dicke stahlarmierte Lösungen durch extrem dünne, langlebige und materialeffiziente Konstruktionen – ein Schlüssel zum Erhalt des kulturellen Erbes. 

In weiteren Vorträgen wurde gezeigt, wie mit Geokunststoffen Bahntrassen vor Unterhöhlungen durch Wühltiere geschützt, Straßen und Wasserwege ertüchtigt und gleichzeitig Umweltbelastungen reduziert werden können. Im Natur- und Landschaftsbau kommen Erosionsschutzmatten aus Heusträngen, Matten aus heimischer Schafwolle und textilbasierte Lösungen für die Renaturierung und Hangbegrünung zum Einsatz – bis hin zum „Rollrasen-Prinzip“ mit Seegras unter Wasser. Das schwer abbaubare Lignin, ein Nebenprodukt bei der Cellulosegewinnung aus Holz, macht biobasierte Fasern für geotextile Anwendungen langlebiger und kann dazu beitragen, die Bildung von Mikroplastik zu vermeiden. Ergänzt wurde dieser Themenschwerpunkt durch Beiträge zu Dichtungssystemen auf Bentonitbasis für den Hochwasserschutz, zu textilbasierten Gleitschichten zur Rissvermeidung in Betonbodenplatten und zur Abfallvermeidung durch den Einsatz auch schwieriger und kontaminierter Böden vor Ort im Flüssigbodenverfahren.

Doch wie misst man die Qualität solcher Lösungen? Neue Prüf- und Bewertungsmethoden ermöglichen realistischere Aussagen zur Lebensdauer, Umweltverträglichkeit und Alterung – etwa durch Hochdruck-Autoklaven-Tests oder umfangreiche Elutions- und Ökotoxizitätsuntersuchungen sowie Sensorversuche, mit denen sich das Verbundverhalten von Geogittern und Boden analysieren lässt. Besonders spannend sind sensorische Textilien, bei denen das Garn selbst als Sensor dient: So können Dächer, Rohre oder Betonbauteile künftig Feuchte, Risse oder Überlastungen „fühlen“ und melden.

Nicht zu vergessen ist der Blick auf aktuelle und kommende EU-Regelwerke wie die Ökodesign-Verordnung, den Digitalen Produktpass oder das „Right to Repair“ und ihre Folgen für Entwicklung, Einsatz und Recycling der Geokunststoffe. 

Wer einen kompakten Überblick über aktuelle Entwicklungen im Bauen mit Geokunststoffen und anderen textilen Bauprodukten sucht – von der Normung bis zur Praxis auf der Baustelle – findet ihn bei der BAUTEX 2028 am 26. und 27. Januar 2028 in Chemnitz.

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