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Von der Idee zum Transfer

Bernd Epperlein und Dr. Daniel Franitza (v. l.) haben sich auf die technische Berechnung zur Unterstützung von Konstruktionsprozessen spezialisiert. Die Simulationstechnik bietet viele Vorteile beim Einsatz mit Technischen Textilien. Quelle: P3N MARKETING GMBH
Allgemein
15.01.2018
Von: P3N MARKETING GMBH

futureTEX-GESICHTER: Einen Worst Case gibt es mit uns nicht

Drei Fragen an Dr.-Ing. habil. Daniel Franitza, FE-Union, Chemnitz

Die FE-Union Daniel Franitza und Bernd Epperlein GbR ist ein junges Unternehmen mit „alten Hasen“, wobei dieses nicht für das physische Alter, sondern die hohe Kompetenz und die Erfahrung der Mitarbeiter in ihrem Geschäft steht. Sie haben sich auf die technische Berechnung zur Unterstützung von Konstruktionsprozessen sowie die Bauteil- und Baugruppenanalyse mittels statischer und dynamischer Festigkeitsberechnungen spezialisiert. Mit über 10 Jahren Erfahrung auf dem Gebiet sind die zwei Ingenieure Ansprechpartner für Lebensdauerbetrachtungen, strukturdynamischer Untersuchungen, Strömungssimulationen, Schwingungs-messungen und Mehrkörpersimulation zur Fahrdynamikermittlung.

Die FE-Union bringt ihr Know-how bei zahlreichen Projekten ein. Aktuell arbeitet Gesellschafter Daniel Franitza in Kooperation mit der Hörmann Engineering GmbH am Umsetzungsvorhaben ConTex im Projekt futureTEX mit.

Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Arbeit im Projekt futureTEX?

Wir möchten zeigen, dass die Simulationstechnik auch in der Branche Technischer Textilen sinnvoll eingesetzt werden kann, um Ressourcen und Zeit zu sparen. Durch unsere Analysen schaffen wir Sicherheit beim Einsatz textiler Verbundmaterialien, kohlefaserverstärkten Kunststoffen und Geotextilien.

Es ist unser Ziel, belastbare Auslegungs- und Berechnungsmethoden für textilbewehrte Betonstrukturen für den besonderen Einsatz in mehrfach gekrümmten Flächenbauwerken zu schaffen. Gleichzeitig können wir auf Grundlage unserer Modelle Empfehlungen zur Materialzusammensetzung sowie zum optimierten Einsatz teurer Materialien und Baustoffe aussprechen. Durch unsere Erkenntnisse wollen wir einen Beitrag für die Textilbranche leisten und so auch den Leichtbau im Bauwesen fördern und weiterentwickeln.

In welchen Vorhaben arbeiten Sie aktiv mit? Was sind Ihre Aufgaben?

Aktuell sind wir am Umsetzungsvorhaben ConTex beteiligt, welches im Sommer 2016 gestartet ist. Wir befassen uns dabei mit gekrümmten Betonstrukturen, die anstelle von Stahl mit CFK-Textilgewebe armiert wurden. Das Thema „Textilbeton“ ist nicht ganz neu. Aber mit den Erkenntnissen aus unserem Vorhaben wird es möglich sein, mehrfach gekrümmte Schalen mit einer extrem dünnen Betonschicht zu fertigen – eine spannende Lösung für Architekten, die bezüglich der Form eines Gebäudes oder einer Struktur nahezu freie Hand bekommen.

Im Vorhaben sind wir für die fachliche Koordination und die Simulation der verschiedenen armierten Betonmixturen zuständig. Die Modelle werden in speziellen Programmen erstellt, um Belastungs-, Strömungs- und Zugversuche zu simulieren. Wir sehen also schon vorher, was passieren wird. Das minimiert nicht nur kostspielige Fehlversuche, sondern stellt auch einen entscheidenden zeitlichen Faktor dar.

Mit den Versuchen im Rahmen des Vorhabens sind wir bereits sehr weit voran geschritten. Im Frühjahr 2018 wird bei einem Vorhabenpartner ein Demonstrator entstehen. Dieser wird eine Größe von ca. fünf mal fünf Metern haben und das bei einer Betonschicht von gerade einmal 2 bis 5 Zentimetern.

Welche Erwartungen und Wünsche haben Sie an die Zusammenarbeit im Konsortium?

Wir sehen futureTEX als strategisches Feld, bei dem es für uns hauptsächlich um den Wissenstransfer zwischen den einzelnen Vorhaben und in die Unternehmen geht. Die Konsortialpartner kommen aus ganz unterschiedlichen Branchenbereichen, die in den Vorhaben mit einem speziellen Ziel zusammengeführt werden. Dabei ist uns wichtig, die Ergebnisse unserer Versuche sinnvoll festzuhalten, um sie später einmal in das Tagesgeschäft und die „Realität“ zu überführen – ganz nach dem Motto von futureTEX „Zukunft unternehmen“.

Um möglichst viel voneinander zu lernen und ConTex erfolgreich voranzubringen, treffen wir uns monatlich mit allen Vorhabenpartnern. So können wir konstruktiv über die individuellen Herausforderungen jedes Vorhabenpartners diskutieren. Das erfordert zwar viel Disziplin, verschafft aber gleichzeitig einen maximalen Ergebnisüberblick. So geht nichts verloren und wir können uns auf den erfolgreichen Abschluss unseres Vorhabens konzentrieren.