Halbzeit für EU-Projekt PESCO-UP
Am 14. und 15. Januar 2026 trafen sich in der europäischen Hauptstadt Brüssel die Partner des EU-Projektes PESCO-UP. Auch unsere beide STFI-Kolleginnen Dr. Anna Große und Romy Naumann waren vor Ort. Gemeinsam mit Projektpartnern aus zehn europäischen Ländern stellten sie ihre Forschungsergebnisse vor und legten die Meilensteine des Projektes für das Jahr 2026 fest.
Ziel von PESCO-UP ist es, ein nachhaltiges, wirtschaftlich und technologisch tragfähiges Verfahren zu entwickeln, mit dem Abfälle aus PES/CO-Mischungen in hochwertige und sortenreine Materialien für einen nachfolgenden Nutzungszyklus transformiert werden. Auf diese Weise sollen wichtige Ressourcen eingespart werden. Der ganzheitliche Ansatz des PESCO-UP-Projekts umfasst neben dem Recycling auch innovative Prozesse wie digitalisierte Materialidentifikation, Datenaustausch und effiziente Sortierung.
Das STFI fungiert im Projekt als Forschungs- und Technologiepartner und bringt seine Expertise bei der textilen Verarbeitung von recycelten Baumwoll- und Polyesterfasern zu Garnen und Flächengebilden (Gewebe, Gestricke und Vliesstoffe) ein. Erste Versuche zur Garnherstellung haben bereits stattgefunden.
Am Vortag des PESCO-UP Projekttreffens hatte der Projektpartner CEPS (Centre for European Policy Studies) zu einem Policy Event zum Thema „Digital Product Passports (DPP): The golden thread through textile recycling?“ eingeladen. Ziel der Veranstaltung war es, das Potenzial des DPP für besser rückverfolgbare, transparentere und nachhaltigere Wertschöpfungsketten im Bereich des Textilrecyclings zu erörtern. In einer Podiumsdiskussion mit fünf europäischen Experten wurden interessante Einblicke zur Komplexität des Themas gegeben und diskutiert, welche Herausforderungen es auf dem Weg zum DPP zu überwinden gilt.